Kommen Rührgeräte in den Himmel?


Ein Film über Wertschätzung und ewiges Leben?

Ab Herbst 2016 im Kino

"Wenn ich mir klar machte, das geht anders langfristiger oder nachhaltiger oder tiefer, dann müsste ich mich selber ändern und müsste auf den einfachsten Weg verzichten. Aber das ist mühsam."

Über den Film

Die Schweiz-Peruanerin Carmen studiert Design im exotischen Thüringen. Nachdem ihr nagelneuer Mixer bei dem aufwühlenden Versuch, einen Kuchen zu backen, den Geist aufgegeben hat, entdeckt sie auf einem Jenaer Flohmarkt ein Rührgerät aus DDR-Zeiten. Es leuchtet in grellem Orange, ist deutlich älter als sie selbst - und trotzdem noch tadellos in Form. Es heißt RG 28. Carmen ist von dem Rührer aus dem "Elektrogerätewerk Suhl" fasziniert. Um hinter das Geheimnis seiner sagenhaften Langlebigkeit zu kommen, begibt sie sich auf eine Forschungsreise in die Welt der Gerätschaften. Sie fragt Konstrukteure und Technologen, Designer und Ökonomen, Historiker, Theologen und Psychologen: In welchem Verhältnis stehen wir zu unseren Erzeugnissen? Und wie verändert sich diese Beziehung? Auf ihrem Trip begegnet Carmen den Menschen, die einst ihr RG 28 gebaut haben. Sie hört Geschichten von einer fremden, untergegangenen Wirtschaftsform, einem System, in dem die Mitarbeiter sich mit „ihrem“ Betrieb und „ihren“ Produkten vollkommen identifizieren konnten.

Carmen verfolgt diese Spur. Ist die innere Verbundenheit des Schöpfers mit seinem Werk die wesentliche Voraussetzung für ein gutes Produkt? Macht es einen Unterschied, ob wir Dinge herstellen, um einen Unternehmer oder einen Aktienbesitzer noch ein bisschen reicher zu machen, oder ob wir Dinge schaffen, von denen wir glauben, dass die Menschen sie brauchen? Wo und unter welchen Bedingungen wird der größte Teil unserer Gebrauchsgegenstände heute hergestellt? Warum werfen wir vieles davon schon nach wenigen Jahren wieder auf den Müll? Können wir zu einem Ding, dem nur eine geringe Lebenserwartung vergönnt ist, noch eine respektvolle Beziehung entwickeln? Schwindet mit der wachsenden Gleichgültigkeit gegenüber den Dingen auch der Respekt gegenüber denen, die sie geschaffen haben? Ihre Begegnungen und Gespräche führen Carmen schließlich zu der Frage, ob es ethisch vertretbar ist, unseren Erzeugnissen das zu verweigern, was wir für uns selbst erhoffen: Ein langes Leben.

In den Kinos

Berlin

ab 29.09.2016

Filmkunst 66, Bleibtreustraße 12

29.09. bis 12.10.2016

Erlangen

ab 23.10.2016

Manhattan, Güterhallenstraße 4

23. bis 26.10.2016

Dresden

ab 29.09.2016

Kino im Dach, Schandauer Straße 64

29.09. bis 12.10.2016

Hannover

ab 22.10.2016

Kino am Raschplatz, Raschplatz 5

22. und 23.10.2016

zum Kino

Leipzig

ab 29.09.2016

Kinobar PRAGER FRÜHLING, Bernhard-Göring-Straße 152

29.09. bis 05.10.2016

Lüneburg

ab 20.11.2016

Scala Programmkino, Apothekenstraße 17

20. und 21.11.2016

Mannheim

03.10.2016

Cineplex Mannheim, P4 13

03.10.2016

Nürnberg

ab 29.09.2016

Casablanca, Brosamerstraße 12

29.09. bis 12.10. und 16.10.2016

Rottweil

16.11.2016

Central Kino, Hauptstraße 59

16.11.2016

Suhl

ab 25.09.2016

Cineplex Suhl, Gutenbergstraße 2

25.09. Kinopremiere in Anwesenheit der Filmemacher und Protagonisten und dann ab 29.09.2016

zum Kino

Weingarten

ab 13.10.2016

Kulturzentrum Linse, Liebfrauenstraße 58

13. bis 19.10.2016